Natur erleben im europäischen Schutzgebiet "Großes Torfmoor"

menschlich - oder unmenschlich? Nutzung: früher und heute? 

Das Moor erzählt viele Geschichten, manches bleibt aber für immer verborgen. Einiges Interessantes rund um das Thema Moorfunde habe ich für Sie im Bioarchiv gesammelt.

  

Früher war Holz in unseren Ortschaften knapp und zum Heizen zu wertvoll. Getrockneter Torf diente daher unseren Vorfahren als Brennmaterial. Doch vorher musste er in körperlicher Schwerstarbeit mit Torfmesser und Spaten gestochen werden. Mehr erfahren Sie unter Torfstich.

 Torfsoden 

Früher mehr als heute förderten viele Menschen ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden mit Hilfe des Heilmittels "Moor" in Form von Moorbädern und -packungen.

 Bagger zur Bademoorentnahme für Bad Driburg 1978

Eine Kneipp-Kur der anderen Art können Sie in der Matschkuhle machen. Schuhe und Socken aus, die Hosenbeine hochgeschlagen und barfuss rein ins Vergnügen.

         

Die porentiefe Wirkung des Moores wird im Teamwork und mit kaltem Moorwasser begegnet. Mehr Wissenswertes können Sie unter Bademoor nachlesen.  

             

Um diese einzigartige Landschaftsform vor der vollständigen Zerstörung zu bewahren, wurde es 1980 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Bereits seit fast vier Jahrzehnten werden Naturschutzmaßnahmen durch den Kreis Minden-Lübbecke als Untere Landschaftsbehörde durchgeführt, welche erfahren Sie in der eigenen Rubrik. Einmalig war, dass die ehrenamtlichen Helfer des NABU Kreis Minden-Lübbecke e. V. für das Life-Natur-Projekt von Juli 2003 bis Mai 2008 verantwortlich waren. 

Auch die Moorschnucken und ihre Begleiter helfen bei der Landschaftspflege fleißig mit.

 

Eindrucksvoll und romantisch - die knapp 1000köpfige Schafherde zog 2009 unter Leitung von Schäfer Michael und seinen Hütehunden zur täglichen Arbeit ins Hochmoor.

In einem Pferch ausserhalb des Hochmoores ruhen sich die Moorschnucken in der Mittagszeit aus. Bei dem dicken Wollkleid kommen die Schafe in der Sonne sonst zu stark ins Schwitzen.