Natur erleben im europäischen Schutzgebiet "Großes Torfmoor"

Bademoor mit Heilmittel zu mehr Lebensqualität

Im Marienbad (Tschechien) entdeckte man 1818 die Heilkraft des Moores. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts nutzen die kleinen ostwestfälischen Bauernbäder am Nordrand des Wiehengebirges das Bademoor zur Therapie - vor Ort in Hille-Rothenuffeln das Kurhaus von Behren „Pivittskrug“ und „Sanatorium Lindenmoor“ von der Familie Dammermann (heute: Medical-Wellness-Hotel Griepshop); früher auch das Kurhaus Kleinemeier.

      

Fotos: oben links www.hotel-griepshop.de - oben rechts WDR4/A.Zimmermann - unten rechts www.kurhaus-pivittskrug.de

Während der Bademooranwendung wird der Körper lokal (Naturmoorpackung) oder zentral (Naturmoorbad - eine Aufschlämmung von Torf und Wasser/Sole) erwärmt und stärker durchblutet. Deshalb wird Naturmoor besonders erfolgreich zur Behandlung von chronischen rheumatischen sowie gynäkologischen Erkrankungen und bei Hautkrankheiten/Psoriasis eingesetzt.

Mit dem Bagger wurde in den 1960er Jahren Badetorf ausgegraben und mit einer Lorenbahn zumeiner Verladerampe befördert.

Seilbagger Typ Weserwolff, Baujahr 1962, von der Firma Weserhütte AG Bad Oeynhausen 

 

Lorenbahn an der ehemaligen Bademoorentnahmestelle im Großen Torfmoor

Einen kleinen Eindruck vom Heilmittel "Moor" vermittelt Ihnen unsere Matschkuhle auf dem Moorerlebnispfad. Nur im Winter ist es dafür „ein“ Grad zu kalt.

 Matschkuhle

Foto: Belting Umweltplanung - www.belting-umweltplanung.de 

Im Sommer ist es bei sonnigem Wetter ein kühlendes Vergnügen, durch die Matschkuhle zu kneippen. Jung und alt ziehen sich gerne die Schuhe und Strümpfe aus, um das Moor hautnah zu erfühlen.

 

Eine sechsköpfige Radlergruppe aus dem Saarland erlebte am 5. Juli 2008 unsere einmalige Landschaftsform. Erst beobachteten sie alle den mutigen Jungen Wim Lennart, dann erfreuten sich auch die Männer am Moor, während sich die Damen auf einer Bank über die kleinen und großen Kinder amüsierten. 

Nach dem spassigen Vergnügen folgt das mühsame Waschen der Beine und Füße mit dem kühlen Moorwasser.

       

Auch wenn die Füße dieses Mal nicht ganz sauber wurden, der vierjährige Wim Lennart kommt bestimmt bald wieder hierher zurück. Mit vereinten Kräften wurde nach der Moorpackung versucht, die porentiefe Wirkung des Moores zu bekämpfen.