Entstehung - wie alles in Norddeutschland fing es nach den Eiszeiten an
•In der Saale-Eiszeit (240 000 – 180 000 v. Chr.) musste die Weser den Gletschern ausweichen, die den ursprünglichen Weg nach Norden versperrten. So suchte sich die Urweser den Weg von der Porta Westfalica an der nördliche Seite des Wiehengebirges entlang bis in den Osnabrücker Raum im Westen. Die Urweser lagerte mächtige Schichten Sand und Kies ab, aber auch Schluff und Ton. Über Jahrhunderte bildete sich eine Ablagerungs-(Sediment-)schicht aus Kalk und Muscheln, die eine Art Isolierschicht zum Grundwasser bildete. Auf dieser Basis kann ein nährstoffarmen Hochmoor entstehen.
Quelle der Grafik: www.geoverein.de
Nachdem der Gletscher zurückgewichen ist, fand die Weser den Weg in ihr heutiges Flussbett. Der alte Flussarm wurde abgeschnitten, und es bildete sich eine große Seenlandschaft. An den Ufern des Sees entstanden Röhricht- und Schwimmblattzonen. Der See begann langsam zu verlanden, wobei sich eine Schilf- und Seggentorfschicht auf dem Faulschlamm bildet. Später wuchsen auch Bäume. Durch ständigen Regen entwickelten sich auf dem Schilftorf Torfmoose und der Bruchwald begann wegen Staunässe abzusterben. Außerdem sank der Nährstoffgehalt des Bodens zusehends. Schließlich blieb vom einstigen Wald nur noch eine Schicht Bruchwaldtorf übrig.Torfmoose konnten jetzt ungestört wachsen. Nur durch Regenwasser und Flugstaub genährt, verlor das Flachmoor langsam seinen Nährstoffreichtum und das heutige Hochmoor konnte sich entstehen. Durch absterbende Organismen lagerte sich auf der Sedimentschicht langsam Faulschlamm ab.
a: Untergrund - b: Torfmudde/Faulschlamm - c: Schilf- und Seggentorf - d: Bruchwaldtorf - e: Hochmoor (Schwarz- und Weißtorf) Grafik: "Moore der Kantone St.Gallen und beider Appenzell" •
