Libellen, Schmetterlinge, Moorfrösche, Reptilien und mehr
Libellen - 31 Libellenarten wurden 2005 im Großen Torfmoor nachgewiesen, davon sind folgende 7 Arten moorspezifisch oder moorpräferent: Hochmoor-Mosaikjungfer, Torf-Mosaikjungfer, Schwarze Heidelibelle, Nordische Moosjungfer, Speer-Azurjungfer, Kleine Binsenjungfer und Mond-Azurjungfer.


Torf-Mosaikjungfer Große Moosjungfer beide Fotos/Copyright by Stephan Geschke, Hille
Nordische Moosjungfer (Leucorrhinia rubicunda) Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)
Schmetterlinge - begeistern durch ihre Farbenvielfalt. Ihr Flug ist Sinnbild für Leichtigkeit und sommerliche Lebensfreude. Doch viele sind in Nordrhein-Westfalen ausgestorben (z.B. Hochmoorbläuling und -gelbling) oder vom Aussterben bedroht.
Der Lungenenzian-Ameisenbläuling ist gleich in zweierlei Hinsicht ein Spezialist: seine Raupen leben erst vom Lungenenzian, dann von Larven bestimmter Ameisenarten, der Wiesen-Knotenameise und der Roten Knotenameise.
Für viele Schmetterlinge gibt es mehrere verschiedene deutsche Bezeichnungen, daher ist der lateinischer Name eindeutig und international. Schmetterling leitet sich vermutlich von „Schmetten-ling“ ab. „Schmetten“ bedeutet im schlesischen und im österreichischen Dialekt Rahm oder Sahne; auch das Plattdeutsche „Butterlecker“ und das englische „butterfly“ gehen auf diesen Ursprung zurück. All diesen Bezeichnungen liegt ein alter Aberglaube zugrunde. Hiernach können sich Hexen in Schmetterlinge verwandeln und in dieser Gestalt Sahne, Milch und Butter stehlen.
Distelfalter (Vorkommen: hauptsächlich in offenem Gelände, aber auch in Gärten)
1+1 = 3 oder Moorfrosch-Nachwuchs
Neben dem Moorfrosch gibt es weitere Reptilien im Großen Torfmoor: Moor- und Waldeidechse, Gras- und Grünfrosch, Erdkröte und Bisam. Bis ca. 1980 lebten hier auch Ringelnatter und Kreuzotter.

In den Bastauwiesen und selbst im Großen Torfmoor halten sich vermehrt Wildschweine auf. Tagsüber suchen sie Deckung in Wäldern, Mais- und Rapsfelder und auch in den Randbereichen des Hochmoores. Eine Bedrohung ergibt sich insbesondere für die vielen bodenbrütenden Vögel und evtl. auch für die Besucher. So erlebte der Knabe im Moor am 11. Januar 2009 gegen 10 Uhr eine Rotte mit zehn Wildschweinen, die kreuz und quer durch den Kernbereich des Moores zogen und auch den Stellerieger Damm kreuzten. Am 2. März 2009 gegen 10.20 Uhr waren es sogar 21 Wildschweine.
Foto U. Schneider/11.01.09