in den Hauptrollen mit Jack, Minna, Dirk und vielen Moorschnucken

Die Hütehunde Jack und Minna sowie ihr Herrchen Dirk sorgen sich liebevoll um die Landschaftspfleger im Pelz, den Moorschnucken.

Jack ist ein Border Collie und acht Jahre alt, Dirk ist der Schäfer und unwesentlich älter. Gemeinsam hüten die beiden seit 2000 die Moorschnuckenherde von ca. 1000 Schafen nach einem speziellen Beweidungsplan und pflegen ganzjährig und schonend das Hochmoor und die umliegenden Grünlandflächen. Ziel der Hütehaltung ist, den Birkenwuchs einzudämmen und den jetzigen Status Quo zu erhalten.
Ein Border Collie ist ein s. g. Koppelgebrauchshund, d. h. er arbeitet in der Regel mit Abstand zum Vieh und bewegt die Schafe durch seine Präsenz und seinen Blick. Bellen ist nicht erwünscht, "greifen" (das Schaf in bestimmte Stellen beißen) nur im Notfall erlaubt.
Beispiele der ganzjährigen Schafbeweidung im Großen Torfmoor:
am 22. Dezember 2007 bei Frost auf einer Grünlandfläche am nördöstlichen Moorrand
am 9. Mai 2008 in der morgendlichen Sonne im Hochmoorbereich östlich vom Neuen Damm
In der Hauptsaison von Mai bis Oktober bekamen Jack und Dirk bis 2009 regelmäßig Unterstützung durch einen zweiten Schäfer mit seinen Hüte- und Arbeitshunden.
Schäfer Michael mit seinen Kameraden
Hütehund Wolf
Die Moorschnucke – mehr als nur ein Schaf
Ihre Herkunft ist nicht mehr völlig zu rekonstruieren. Im wesentlichen geht sie zurück auf das Mufflon, dem europäische Wildschaf. Sie selbst steht als gefährdet auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutz-/Haustierrassen. Bis Mitte der 80er Jahren betrug ihr Bestand nur noch 280 Tiere in ganz Deutschland.

Ihre Eigenschaften sind vielfältig: leichtfüßig mit festen Klauen, widerstandsfähig, genügsam und verbissfreudig, also den besonderen Verhältnissen in der feuchten Moor- und Heidelandschaft bestens angepasst. Ihre Wildheit und ihr Bewegungsdrang verlangen täglichen Austrieb, auch bei Regen und im Winter.
Auf ihrem Speiseplan stehen die Jungtriebe der Weißbirken und deren bitteren Blätter, Besenheide (besonders im Winter), Pfeifengras, Wollgras und Seggen.
Während der Lammzeit wird im Stall mit Stroh und Heu, Hafer und Silage gefüttert. Kraftfutter ist überflüssig, eher sogar schädlich.

In den Sommermonaten zieht die Herde morgens/vormittags und nachmittags/abends durch den Hochmoorbereich. In der Mittagshitze ruhen sich die Moorschnucken im Pferch aus.
Natürliches Lammfleisch aus der Hochmoorpflege: www.die-moorschaeferei.de