Gedichte und Lyrik

von Janne Horstmeier aus Hille

"Torfmoor“

Torfmoor

Große Zerstörung

Torf zum Heizen

Männer mussten schwer arbeiten

Früher

 

Hille

Großes Torfmoor

Sehr schönes Naturschutzgebiet

Kinder machen eine Fahrradtour

Heute

 

Torfmoor

Unversehrtes Hochmoor

Lebensraum für Tiere

Menschen respektieren das Moor

Zukunft

(c) Janne Horstmeier schrieb "Elfchen - eine Trilogie" für den Schreibwettbewerb 2013 der Verbundschule Hille. Vielen Dank an Familie Horstmeier, dass das Gedicht hier veröffentlicht werden darf.

von Jannis Machowsky aus Hille

„Im Hiller Moor“

morgens

Tau liegt auf der Moorwiese

Frösche quaken im Sumpf

laut

friedlich

die Schafe grasen und blöken

Lämmer suchen ihre Mutter

hungrig

Spaziergang im Moor

Mücken fliegen herum

ärgern und stechen mich

aua

kühl

das Schlammbad wie ein Storch

schreite ich durch Matsch

lustig


(c) Jannis Machowsky - sein Elfchen (Gedichtform) entstand 2013 im Rahmen eines Schreibwettbewerbs der Verbundschule Hille; veröffentlicht mit Zustimmung von Familie Machowsky vom 20. Januar 2016. Vielen Dank!

von Lasse Horstmeier aus Hille

Elfchen - eine Trilogie - „Wasser“

Flüssig

Das Wasser

Es ist nass

Ich kann es trinken

Klar

 

Fest

Das Eis

Es ist gefroren

Ich kann darauf Schlittschuhlaufen

Kalt

Gasförmig

Der Dampf

Er ist heiß

Er besteht aus Wasser

Nebelig

(c) Lasse Horstmeier vom 26. April 2015 für den Schreibwettbewerb 2015 der Verbundschule Hille - veröffentlicht mit freundlicher Zustimmung von Familie Horstmeier vom 28. Januar 2016


Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff schrieb im Winter 1841/42 die Ballade:

Der Knabe im Moor

Oh schaurig ists übers Moor zu gehn, Wenn es wimmelt vom Heiderauche, Sich wie Phantome die Dünste drehn Und die Ranke häkelt am Strauche, Unter jedem Tritte ein Quellchen springt, Wenn aus der Spalte es zischt und singt, O schaurig ists übers Moor zu gehn, Wenn das Röhricht knistert im Hauche!

Fest hält die Fibel das zitternde Kind Und rennt, als ob mann es jage; Hohl über die Fläche sauset der Wind - Was raschelt drüben am Hage? Das ist der gespenstische Gräberknecht, Der dem Meister die besten Torfe verzecht; Hu, hu, es bricht wie ein irres Rind! Hinducket das Knäblein zage.

Vom Ufer starret Gestumpf hervor, Unheimlich nicket die Föhre, Der Knabe rennt, gespannt das Ohr, Durch Riesenhalme wie Speere; Und wie es rieselt und knittert darin! Das ist die unselige Spinnerin, Das ist die gebannte Spinnlenor´, Die den Haspel dreht im Geröhre!

Voran, voran! nur immer im Lauf, Voran, als woll es ihn holen! Vor seinem Fuße brodelt es auf, Es pfeift ihm unter den Sohlen Wie eine gespenstische Melodei; Das ist der Geigemann ungetreu, Das ist der diebische Fiedler Kanuf, Der den Hochzeitheller gestohlen!

Da birst das Moor, ein Seufzer geht Hervor aus der klaffenden Höhle; Weh, weh, da ruft die verdammte Margret: "Ho, ho, meine arme Seele!" Der Knabe springt wie ein wundes Reh; Wär nicht Schutzengel in seiner Näh, Seine bleichenden Knöchelchen fände spät Ein Gräber im Moorgeschwele.

Da mählich gründet der Boden sich, Und drüben, neben der Weide, Die Lampe flimmert so heimatlich, Der Knabe steht an der Scheide. Tief atmet er auf, zum Moor zurück Noch immer wirft er den scheuen Blick: Ja, im Geröhre wars fürchterlich, O schaurig wars in der Heide.