Natur erleben im europäischen Schutzgebiet "Großes Torfmoor"

Herzlich Willkommen!

Schön, dass Sie da sind - im europäischen Naturschutzgebiet "Großes Torfmoor", dem größten und wertvollsten Hochmoor von Nordrhein-Westfalen und einem wichtigen Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere im Natura-2000-Netzwerk der Europäischen Gemeinschaft.

Die Moore sind in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft die letzten naturnahen Landschaften. Sie haben als Feucht- und Fluchtbiotope einen besonders hohen Stellenwert für Pflanzen und Tiere. Allein die Tatsache, dass eine Behörde eine Landschaft zum Naturschutzgebiet erklärt und somit schützen will, führt nicht automatisch zu dem gewünschten Ziel, ein wieder wachsendes Hochmoor zu erreichen. Torf bildet sich frühestens, nach dem die Flächen jahrelang wiedervernässt und die hochmoortypische Vegetation jahrzehntelang renaturiert wurde.

Was in über zehn Jahrtausenden entstanden ist, dann in einem relativ kurzen Zeitraum von Menschen-hand weitgehend zerstört wurde, benötigt zur vollständigen Regeneration wahrscheinlich  Jahrhunderte.

Das Große Torfmoor ist zum Torfstich zwar stark entwässert, aber wegen seiner Kleinflächigkeit nie mit Maschinenkraft abgetorft worden. Dadurch wurde es anders als viele Moore in Niedersachsen etwas verschont und befindet sich seit ca. 30 Jahren "ärztlicher" Behandlung nun auf dem Weg der Besserung.

Warum es sich lohnt, dem Patienten "Hochmoor" zu helfen, möchte ich Ihnen mit meiner privaten Homepage vermitteln.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Vergnügen bei der Lektüre.

Ihr Knabe im Moor

aktuell und neu - Informationen und Neuigkeiten

Kiebitze und Gänse - Binsen und Seggen 

Die Vögel sammeln sich in Scharen im Großen Torfmoor für den Herbstzug, so beispielsweise in diesen Tagen die Kiebitze und Gänse.

Die Hochmoorpflanzen sind bis auch die Besenheide fast verblüht. Binsen und Seggen wehen sanft im Wind. Bald kommt der Herbst und es kehrt etwas Ruhe im Naturschutzgebiet ein. Lassen Sie die Moorlandschaft in den frühen Abendstunden kurz vor Sonnenuntergang auf sich wirken. Eine besondere Möglichkeit dazu noch etwas mehr für diese Landschaftsform zu erfahren, ist eine kleine Wanderung mit einem Hiller Moorführer.

Die letzte offene Moorführung für Einzelpersonen in 2010 wird am Donnerstag, den             9. September 2010 um 17.00 Uhr angeboten.

Anmeldungen nimmt Frau Blanke von der Gemeinde Hille unter 0571/4044-249 entgegen.

Referent: Heinz-Friedel Fabry - Dauer: ca. 2 Stunden - Kosten: 3 Euro



Der Kormoran - Vogel des Jahres 2010 - auch ein besonderer Gast bei uns

 Pressefoto NABU F. Möllers

Der Fischtaucher hält sich auch vereinzelt im Großen Torfmoor auf. Jedoch nicht zur Nahrungssuche, denn im Moorwasser können keine Fische leben - sondern zum Trocknen seines Gefieders. Seine Nahrung holt er sich aus dem Mittellandkanal,  Teichen aus der Umgebung und der Weser. Von den Anglern und Fischern wird der Kormoran als Unterwasserterrorist bezeichnet. Obwohl er seit Jahren geschützt ist, fordern die Gegner vor Ort, den Ruderfüßler zum Abschuss auch in Naturschutzgebieten freigeben. Einen entsprechenden Antrag hat das Umweltamt vom Kreis Minden-Lübbecke im Oktober 2008 abgelehnt, dagegen wurde jedoch Klage erhoben. Ein Gerichtsurteil steht zur Zeit noch aus.

www.moortalk.de wurde am 25. August 2010 zuletzt aktualisiert.

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